Tacheles Agenda 

Agenda 2026

AVF-Nebel lichten: Branchenwirkung und technologische Souveränität als Schlüssel zum erfolg?

Unter der Überschrift AVF-Nebel lichten: Branchenwirkung und technologische Souveränität als Schlüssel zum Erfolg?  geht die vom FZI Forschungszentrum Informatik ausgerichtete Fachkonferenz TACHELES am 07. und 08. Mai 2026 zum vierten Mal an den Start. 

Worum geht es?

Angesichts der multiplen Krisen stellt TACHELES 2026 die Frage: Wie behauptet sich Europas Automobilindustrie beim autonomen und vernetzten Fahren? 

Gemeinsam mit Herstellern, Zulieferern, Technologieanbietern, Wissenschaft und Politik reden wir Tacheles und suchen Antworten auf:

  • Welche AVF-Forschungsthemen bringen die gesamte Branche im globalen Wettbewerb nach vorn?
  • Welche Rahmenbedingungen tragen zur technologischen Souveränität Europas bei und reicht das aus?
  • Wie entsteht ein widerstandsfähiges AVF-Ökosystem, das den technologischen Herausforderungen mit den erforderlichen Innovationen begegnet?  

Wir wollen strategische Szenarien er- und technologische Fragestellungen bearbeiten, dabei die Ansprüche der verschiedenen Akteure kritisch hinterfragen. Noch mehr wollen wir Chancen verwerten und im internationalen Wettbewerb zum Überholen ansetzen mit dem Ziel: autonomes und vernetztes Fahren auf Level-4 und höher sicher auf Europas Straßen und Schienen bringen!

Mit exzellenten Industrie-, Wissenschafts- und Politikvertreter:innen nehmen wir uns die derzeitigen Rahmenbedingungen vor und zeigen auf, wie sie wirkungsvoll an den neuen Gegebenheiten ausgerichtet werden können. Expert:innen und Konferenzteilnehmer:innen bringen ihr technologisches Fachwissen rund um AVF-Forschungs- und Entwicklungsthemen in die Community ein, um die Mobilität der Zukunft gemeinsam zu gestalten.

Seien Sie dabei, wenn wir erneut im CyberForum und im #SmartProductionPark in Karlsruhe tagen. Die Konferenz ist auf zwei halbe Tage angelegt, mit einer Abendveranstaltung zum ausgiebigen Networking.

Weitere Infos folgen in Kürze.

Tag 1 Donnerstag, 07.05.2026


Moderation
Dr.-Ing. Miriam Ruf, KAMO: Karlsruhe Mobility / Fraunhofer ICT
ab 12:00Registrierung im #SmartProductionPark
Rintheimer Str. 23, 76131 Karlsruhe
13:00Begrüßung durch den Gastgeber
Prof. Dr.-Ing. J. Marius Zöllner, FZI Forschungszentrum Informatik und Karlsruher Institut für Technologie (KIT)
13:10Grußwort des Schirmherrn
Philipp Franke, Abteilungsleiter Mobilitätszentrale, vernetzte und digitale Mobilität, Ministerium für Verkehr Baden-Württemberg
13:20Keynote – Open Source: Ein Glücksversprechen, das ohne praxisnahe Standards nicht zum Business Case taugt?
Dr. Rene Grosspietsch, BMW AG und ASAM e.V.
13:50Perspektive 1 – Eclipse iceoryx: Open Source auf Weltniveau – Geschäftsmodelle und Kooperation auf Sparkurs?
Michael Pöhnl, APEX.AI GmbH
14:10Perspektive 2 – All Open – All In: Alles nur eine Frage des Mindset?
Dirk Weihrauch und Jan Wildeboer, Red Hat GmbH
14:30Kaffeepause
15:00Panel- und Publikumsdiskussion
Dr. Rene Grosspietsch, BMW AG und ASAM e.V.
Michael Pöhnl, APEX.AI GmbH
Dirk Weihrauch, Red Hat GmbH
Prof. Dr. Paulina Pesch, Friedrich-Alexander-Universität Erlangen
Michael Plagge, Eclipse Foundation
15:45Workshop Pitches
16:00Pause
16:15Zwei parallele, interaktive Workshops
Workshop 1 – Open Source und Coopetition:
Die Gratwanderung zwischen Zusammenarbeit und Business Case?

Dr. Ulrich Wurstbauer, Luxoft GmbH
Josef Jiru, Fraunhofer IKS

Darum geht es:
Open Source steht für Offenheit und Kooperation – doch wie viel Zusammenarbeit ist zu viel? Wo endet der Nutzen gemeinsamer Entwicklung und wo beginnt das Risiko für die eigene Wettbewerbsfähigkeit? In diesem Workshop geht es um das Spannungsfeld von Coopetition und wie Strategien aussehen könnten, um Open Source sinnvoll in den eigenen Business Case zu integrieren.


Diskutiert wird u.a.:
• Wie sich Open-Source-Modelle zwischen Kooperation und Wettbewerb entwickeln
• Wie Unternehmen von Zusammenarbeit profitieren, ohne sich Marktchancen zu verbauen
• Wie geistiges Eigentum geschützt und dennoch Innovation gefördert werden kann
• Wie sich die richtige Balance zwischen Offenheit und strategischem Vorteil finden lässt – für nachhaltigen Erfolg mit Open Source
Workshop 2 – Open Source in der Simulation: Günstiger und schneller zu Level 4/5?

Cornelia Denk, BIT Technology Solutions GmbH
Natalie Grabowsky, TU Berlin

Darum geht es:
Inwieweit können offene Simulationstools wie CARLA dazu beitragen, die Entwicklung autonomer Fahrfunktionen auf die höheren Level zu beschleunigen? Liefern sie eine passende und ausreichende Datenbasis für Testen, Training und Validierung der auf hohe Sicherheit ausgelegten Systeme? In diesem Workshop wird der Frage nachgegangen, wie eine Standardisierung der Simulationsumgebung den Entwicklungsprozess beschleunigen und vor allem günstiger machen kann?

Diskutiert wird u.a.:
• In welchen Bereichen der Simulationsumgebung erscheint eine Standardisierung sinnvoll?
• Aber warum ist das so schwierig?
• Können Industrie und Wissenschaft gemeinsam ansetzen und wie könnte eine diesbezügliche Kooperation aussehen?
17:45Pause
18:00Diskussion der Workshopergebnisse und Abschluss-Session Tag 1 mit Vorschau auf Tag 2
ab 18:30Networking-Event vor Ort

Tag 2 Freitag, 08.05.2026

08:30Welcome mit Frühstück am FZI
Haid-und-Neu-Straße 5A, 76131 Karlsruhe
09:00Showcase rund um Open Source und die autonome Mobilität der Zukunft am FZI
Offene Daten, Open Source und transparente KI stehen im Zentrum unserer Demonstratoren: Alltagssprache wird mit offenen LLMs zu Code, Gesetze werden durch generative KI verständlich. Frei verfügbare Karten- und Drohnendaten ermöglichen realistische Tests für automatisiertes Fahren. Ampelerkennung, Sensorfusion und Bildanonymisierung basieren auf offenen neuronalen Netzen und Datensätzen. Remote Assistance, Fahrradsimulator und C-ITS-Kommunikation zeigen, wie Open Source die Infrastruktur der Zukunft gestaltet.
10:30Pause mit Übergang zum CyberForum
11:00Zwei parallele, interaktive Workshops
Workshop 3 – Produktentwicklung Open Source: In welchem Maß können Industrie und Forschungseinrichtungen kooperieren?
Dr. Steffen Knoop, Robert Bosch GmbH
Prof. Dr.-Ing. Michael Buchholz, Universität Ulm

Darum geht es:
Können sich durch Open Source Grundlagen- und angewandte Forschung so annähern, dass die Produktentwicklung davon profitiert? Wie können universitäre und außeruniversitäre Forschungseinrichtungen zu so einem Open Source-Ökosystem beitragen und wie weit können sie seriennahe Anforderungen unterstützen? Was bedeutet das für die Produktentwicklung in der Automobilindustrie?
In diesem interaktiven Workshop wird betrachtet, wie Forschungseinrichtungen und Unternehmen voneinander profitieren können, wenn Unternehmen ihre Software öffnen, um zu kooperieren.

Diskutiert wird u.a:
• Welchen Nutzen für die Produktentwicklung haben unsere bisherigen Kooperationen wirklich?
• Können und wollen Forschungseinrichtungen zukünftig direkt zur Produktentwicklung beitragen?
• In welchen Konstellationen wäre dies möglich?
• Wie bereit sind Unternehmen, für Ihre Produktentwicklungen stärker die Ansätze der Forschung zu berücksichtigen?
• Könnte Open Source die Zusammenarbeit zwischen Unternehmen und Forschungseinrichtungen auf eine neue Stufe heben?
Workshop 4 – Alles, was Recht ist: Folgt Technik Recht – Formt Recht Technik?

Dr. Azarm Nowzad, Continental AI Lab
Prof. Dr. Paulina Pesch, Friedrich-Alexander-Universität Erlangen

Darum geht es:
Daten teilen, aber so, dass auch jeder etwas davon hat – doch wer legt fest, wie die Umsetzung stattfindet? Und welche rechtlichen Rahmenbedingungen sind dabei zu beachten? Folgt das Recht der Technik oder umgekehrt? In diesem Workshop werden die Herausforderungen und Möglichkeiten des Open Source-Datenmanagements sowohl aus technischer als auch von rechtlicher Seite beleuchtet.




Diskutiert wird u.a.
• Wie müssen Daten technisch aufbereitet sein, damit sie sinnvoll genutzt werden können?
• Wertvolle Daten extrahieren – Welche Methoden helfen, Qualität vor Quantität walten zu lassen?
• Rechtliche Rahmenbedingungen – Welche Vorgaben gelten für die Erstellung und Nutzung von öffentlichen Datensätzen?
12:30Kaffeepause
13:00Vorstellung Workshopergebnisse
13:25Open Stage-Abschlusssession
13:50Wrap-up TACHELES #3 und Verabschiedung
Prof. Dr.-Ing. J. Marius Zöllner, FZI Forschungszentrum Informatik und Karlsruher Institut für Technologie (KIT)
14:00Ende TACHELES #3
inkl. Lunchbox